Baumhochhaus

Schritt für Schritt hoch hinaus in jeden Baum


mit leicht zu verarbeitenden Stufen und Baumbeschlägen

Baumhochhaus von Carlos Arrufat Grümer



„Als Baumpfleger ist es für mich immer wieder faszinierend ganz oben in der Baumkrone zu sein.“, sagt Dipl. Ing. Carlos Arrufat-Grümer. Dieses Erlebnis möchte ich mit anderen teilen. Außerdem wollte ich mal sehen, was geht.“ So entstand der Prototyp eines Baumhaus-Systems in einer ca. 70-jährigen kanadischen Hybridpappel. 71 Stufen und 2 Plattformen wurden mit 170 Schrauben fest im Baum verschraubt. Um eines der höchsten Baumhäuser Europas sicher zu besteigen, entwickelte Carlos Arrufat eine Reihe Bauteile: Verschiedene statische Beschläge, die Kräfte in den Baum einleiten, Handläufe und Geländerstäbe, sowie die Baumspindelstufe. Diese technische Innovation wird Stufe für Stufe fest mit dem Stamm verschraubt, wodurch eine Wendeltreppe mit Handlauf entsteht. Vorausgesetzt man ist schwindelfrei, kann jeder – vom Kindergartenkind bis zum Großvater – ganz komfortabel bis zu den Plattformen in die Baumkrone aufsteigen. Sogar das Schrittmaß kann individuell festgelegt werden. Auf klemmende oder schlingende Verfahren wurde ganz bewußt verzichtet.

Wie reagieren Bäume auf Schrauben?
Die Bohrungen haben einen maximalen Durchmesser von 12 mm und eine maximale Tiefe von 80 mm. Da Bäume bohrenden Insekten ausgesetzt sind, haben sie im Laufe ihrer Evolution sehr wirksame Mechanismen gegen Verletzungen dieser Art entwickelt: Der Baum schottet das geschädigte Gewebe sofort ab, indem er durch Verschließen und Einlagerung chemischer Substanzen wirkungsvolle “Wände“ (siehe CODIT) aufbaut. Im Bereich der Rinde reagiert der Baum auf die Verletzung, indem sein Kambium verstärkt Kalluszellen bildet, die sich zum sogenannten Wundholz ausdifferenzieren und die Verletzung von den Rändern aus schließt. Der Grad der Schädigung nimmt vor allem mit der Breite einer Verletzung zu, da die Leitungsbahnen in Holz und Rinde in axialer Richtung verlaufen. Je mehr dieser Leitungen gekappt werden, desto mehr Gewebe muss der Baum ober- und unterhalb der Verletzung aufgeben, wodurch große Teile des Gewebes absterben. Zahlreiche kleine Verletzungen schaden einem Baum wesentlich weniger, als einige große! Übrigens: Da Bäume dezentrale Lebewesen sind, also nicht über ein zentrales Nervensystem verfügen, spüren sie keine Schmerzen.
Aus baumphysiologischer Perspektive sind die besten Jahreszeiten für den Bau eines Baumhauses das Frühjahr und der Sommer bis zum Laubfall. Zu dieser Zeit sind alle Reserven schnell mobilisiert und der Baum reagiert fast augenblicklich. Schon in der nächsten Vegetationsperiode nach Einbringung der Schrauben wachsen diese durch die Bildung des neuen Jahresrings fester ein und der Baum nutzt schon seine neuen Leitungsbahnen zum Wassertransport.
Da die Schrauben der Baumspindelstufe oder eines Baumbeschlages von Jahr zu Jahr weiter einwachsen, wird die Verschraubung regelmäßig geprüft und gegebenenfalls verlängert. Eine erneute Bohrung ist also nicht erforderlich. Das Baumhochhaus wächst praktisch mit dem Baum mit. Im Vergleich zu einer Konstruktion mit der vermeintlich verletzungsärmeren Schlingen- und Zangentechnik ist die Erschließung eines Baumes über Stufen und Plattformen, die mit dem Baum verschraubt werden, wesentlich langlebiger und wartungsärmer. Während die Verschraubung mit vielen kleinen Schrauben dem Baum einmalig und minimalinvasiv Stress verursacht (siehe CODIT-Modell), muss eine Schlaufen- und Zangenkonstruktion häufig neu aufgebaut und umgelagert werden, um baumphysiologische Wachstumsstörungen zu vermeiden, die durch den ständigen Druck verursacht werden.
„Mit unserer Empathie vermenschlichen wir Bäume nur all zu gerne, was Bäumen auf tragische Weise oft sehr geschadet hat.“, erklärt Carlos Arrufat. „Es gilt die Baumbiologie zu begreifen und für den Menschen im Sinne des Baumes nutzbar zu machen. Wir Menschen gehen dann eine symbiotische Beziehung mit den Bäumen ein: Neue und spannende Lebensräume werden in Bäumen erschlossen und den Bäumen sichern wir durch Hege und Pflege eine lange und gesunde Existenz.“ Fast alle gesunden Bäume eignen sich für den Bau eines Baumhauses. Der einzige begrenzende Parameter ist die Höhe des Baums. Es empfiehlt sich im Vorfeld einen Baumsachverständigen hinzuzuziehen, welcher Vitalität und Standfestigkeit eines Baumes feststellen und seine Eignung beurteilen kann. Am Rindenbild kann der Fachmann lesen, welche Stellen für Bohrungen geeignet sind. Die von Arrufat entwickelten Bauteile – Baumspindelstufe, Geländer und Beschläge – bilden ein statisch geprüftes Bausatz-System. Dieses System ermöglicht es jedem handwerklich Versierten sich seinen Traum des eigenen Baum-(hoch-)hauses zu erfüllen. Die Bauteile ermöglichen es minimal invasiv und dauerhaft Kräfte in Bäume einzuleiten und damit Treppen und Plattformen in Bäumen zu errichten. Um die entsprechenden Techniken zum baumschonenden Anbringen der Stufen und Beschläge zu erlernen, bietet Carlos Arrufat regelmäßig Workshops an. In kleinen Gruppen werden Grundlagen erklärt, Tipps und Tricks vermittelt. Und wer für den Baumhausbau erforderliche Grundlagenkenntnisse in Baumbiologie noch nicht besitzt, kann diese in einem vorgeschalteten Tagesseminar erlangen. Die Seminarkosten können auf den Kaufpreis der Bauteile des Baumhaussystems angerechnet werden.

Carlos Arrufat Grümer Dipl.-Ing. Landschaftsarchitektur Gärtnermeister Windhausen · 51588 Nümbrecht

Fon 0177-3155600

info@arrufat.de

http://www.baumhochhaus.de

Bildrechte/ Bildmaterial : Carlos Arrufat Grümer

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